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Schuljahr 2008/2009
Was ist die Welt?
Wie sollen wir leben?
Hat das alles einen Sinn?



Das Leben des Buddha

Man nimmt an das Buddha 563v.Chr., in Kapilawastu nahe der heutigen Grenze zwischen Indien und Nepal geboren wurde. Sein richtiger Name war Siddhartha Gautama. Als Sohn eines Herrschers über ein kleines Königreich besagten die Weisen bei seiner Geburt, dass es sich bei ihm um eine bedeutende Persönlichkeit handle. Sie sagten auch, dass es ihm bestimmt sei entweder ein Weiser oder der Herrscher eines großen Reiches zu werden.
Eines Tages, in seinem 29.Lebensjahr, wurde ihm die Leere seines bisherigen Lebens bewusst. Er verzichtete nun auf Luxus und Geborgenheit und ging stattdessen auf die Suche nach Frieden und Erleuchtung. In den nächsten Jahren übte er Yoga aus und führte ein Leben strengster Armut. Diesen Weg hatte er sich selbst ausgewählt. Schließlich gab er jedoch den Weg der Armut auf und wählte den Mittelweg zwischen Maßlosigkeit und Selbstverleugnung. Als er einmal unter einem Feigenbaum meditierte, gelang es ihm, verschiedene höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen bis er schließlich die ersehnte Erleuchtung fand. Sofort nach seiner Erleuchtung zog er von Ort zu Ort um zu predigen. Er suchte sich Schüler und gründete mit ihnen eine Klostergemeinschaft, die Sangha genannt wird.

Die Lehre Buddhas

,,Tue Gutes und schade deinen Mitmenschen nicht. Kontrolliere deinen Geist, dass heißt steigere dich nicht so in deine Gefühle und Gedanken hinein.’’ Dies sind die Worte Buddhas. Die Lehre Buddha ist auch anderen zu nützen. Gib bei einem Streit nach, so nützt es dir und dem anderen. Somit werden auch die Wut-Gedanken gemildert.
Der Mittelpunkt der Lehre Buddhas ist die Feststellung, dass das Leben aus Leiden besteht. Es geht darum dieses Leiden zu überwinden. Auch freudige und positive Gefühle können zu Leiden werden. Weil man durch die Gefühle in einer Phantasiewelt gefangen wird.

Richtungen des Buddhimus

Mahayana:[Großes Fahrzeug]
Mahâyâna (Sanskrit) ist eine der drei Hauptrichtungen des Buddhismus (neben Theravada und Vajrayana s.u.).
Der Name bedeutet Großes Fahrzeug und steht für das Ziel, vielen bzw. allen Menschen den Zugang zum Nirvana, der Erlösung aus dem Kreislauf des Leidens, zu ermöglichen. Diese Richtung entstand im Nordwesten oder Süden Indiens um die Zeitenwende, also lange nach Buddha. Von den Mahâyâna-Anhängern wird die Lehre aber auf Buddha zurückgeführt. Die Ursache war Unzufriedenheit mit Lehre und Praxis der ursprünglichen Richtungen, die auf die Mönchsgemeinschaft und das Ideal des buddhistischen Heiligen ausgerichtet sind. Mahayana-Gläubige nannten sie abwertend Hînayâna (Kleines Fahrzeug).

Theravada:[Schule der Ältesten]
Theravâda (Pali: Schule der Ältesten) ist einer der beiden Hauptzweige des Buddhismus und in Sri Lanka, Burma, Laos, Kambodscha, Thailand und teilweise auch in Vietnam verbreitet. Die weite Verbreitung der Schule des Theravâda geht auf die Missionstätigkeit des indischen Königs Ashoka zurück und führt seine Abstammung auf jene Klostergemeinde zurück, die zu den ersten Anhängern Buddhas gehörte und die als kanonische Schrift den in Pali verfassten "Dreikorb" oder Tipitaka verehren. Das ist die erste große Zusammenfassung buddhistischer Lehren.

Vajrayana
:[Diamantfahrzeug]
Das Vajrayâna wird – neben dem Hinayana und dem Mahayana – gewöhnlich als die dritte große Hauptrichtung des Buddhismus bezeichnet. Trotz spezifischer Eigenheiten ist das Vajrayâna aber dem Mahâyâna zuzuordnen und kann von diesem nicht losgelöst betrachtet werden.
Die Lehre ist hauptsächlich in Tibet und der Mongolei verbreitet.
Das Vajrayâna ist weniger philosophisch und mehr psychologisch angelegt. In der Praxis spielen Meditation, Kult und Ritual eine große Rolle. Es gibt eine Vielzahl transzendenter Wesen (Bodhisattvas, Götter, Geister und Dämonen), zu denen der Mensch in direkter Beziehung steht.
Die heute wichtigste Richtung des Vajrayâna ist die Gelugpa, die »Tugendschule«. Ihr Oberhaupt ist der Dalai Lama.

Buddhistisches Leben

Buddhismus im täglichen Leben
Wichtig für jeden Menschen ist das tägliche rechte Handeln. Buddhisten sollen den fünf moralischen Prinzipen folgen:
nicht zu töten, nicht zu stehlen, nicht zu lügen, sich nicht zu berauschen und sich nicht der Leidenschaft hinzugeben.
Zusätzlich können sie ihren religiösen Verdienst durch rechtes Handeln vergrößern. Die Prinzipien des guten Handelns sind vor allem:

  • Dana: Großzügigkeit
    Der Akt des Gebens und die Gabe an sich. Selbst der Arme, der es sich nicht leisten kann, wird geben, um seinen Verdienst zu vergrößern. Dana wird oft mit dem Geben von Almosen verbunden
  • Metta: liebevolle Güte
    Menschen sollten Hass und Missgunst von sich fern halten. Jeder sollte allen Lebewesen Respekt entgegenbringen. Buddhisten glauben, dass wir in Harmonie mit allen Lebewesen leben sollten. Deswegen sind viele Buddhisten Vegetarier.
  • Karuna: Mitleid
    Buddha wird oft der “Mitleidsvolle“ genannt. Mitleid bedeutet, das Leiden anderer zu fühlen und nachzuempfinden

Meditation
Das zentrale Mittel zur Erlangung der Erleuchtung und damit die Erlösung vom Leiden ist im Buddhismus die Meditation. Ein wichtiges Ziel der Meditation ist es, die Fähigkeit zu erlangen in sich ruhig zu werden. Einige buddhistische Lehrer sagen, wir sollten die Probleme der Welt wie Hunger, Krieg, Unterdrückung und Ungerechtigkeit nicht beachten, sondern nur “üben“. Diese Lehrer haben die Bedeutung Mahayana (s.o.) nicht wirklich verstanden. Durch das Meditieren soll man zunächst rücksichtsvoll werden. Das heißt die Probleme anderer zu verstehen und nicht egoistisch sein. Der nächste Schritt der Meditation ist in höhere Bewusstseinsebenen zu gelangen und dadurch Einsicht in die Ursache des Leidens zu bekommen. Dabei stellt sich automatisch ein großes Mitgefühl anderen Menschen und auch anderen Lebewesen gegenüber ein. Am Ende steht dann die Erleuchtung des Menschen und die Erlösung vom Leiden.

Der buddhistische Mönch
Buddhistische Mönche tragen ein orangegelbes oder rotes Gewand und rasieren sich ihre Haare, um ihre Ergebenheit und ihr Loslassen zum Ausdruck zu bringen. Sie werden wegen ihres Wissens geehrt, die Gemeinschaft sorgt für sie indem sie ihnen Essen, Kleidung und Unterkunft gibt.
Mönche leben Tempelgemeinschaften und sie begleiten viele Veranstaltungen, die im Tempel stattfinden.

Der buddhistische Tempel
Die Türen dieser Tempel stehen immer offen und sie dienen unterschiedlichen Zwecken, insbesondere in den ländlichen Bezirken. Sie sind religiöse Zentren, Marktplatz und Treffpunkt der Gemeinde. Vollmondnächte sind etwas Besonderes für die Buddhisten, da sie glauben, dass Buddha in einer solchen Nacht geboren wurde, seine erste Predigt gab und auch starb .
Der Tempel ist weiterhin eine Zuflucht für Alte und Kranke und kann ebenso auch als Bank dienen, wo Menschen ihre wertvollen Sachen deponieren.

Zahlen und Fakten

In Deutschland leben in etwa 100.000 deutsche Buddhisten und ca. 120.000 asiatische Buddhisten.
Es gibt keine genauen Zahlen, da es bei Buddhisten keine Meldepflicht so wie in den christlichen Kirchen gibt. Insgesamt sind uns hier in Deutschland etwa 550 buddhistische Gruppen bekannt.
Buddhisten gibt es schon seit 480 vor Christus.
In der Welt leben in etwa 350 Millionen Buddhisten.

 

Die Texte wurden von der Ethik-Gruppe 2003/2004 bei Herrn Lück nach einer Buch- und Internet-Recherche verfasst.
Dies sind:
Hannah, Konstanze, Hoai-Tu, Felix und Alex (später hinzu kamen Martin und Lukas).

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