Wie sollen wir leben?
Hat das alles einen Sinn?
Das Leben des Buddha
Man
nimmt an das Buddha 563v.Chr., in Kapilawastu nahe der heutigen Grenze
zwischen Indien und Nepal geboren wurde. Sein richtiger Name war
Siddhartha Gautama. Als Sohn eines Herrschers über ein kleines
Königreich besagten die Weisen bei seiner Geburt, dass es sich
bei ihm um eine bedeutende Persönlichkeit handle. Sie sagten auch,
dass es ihm bestimmt sei entweder ein Weiser oder der Herrscher eines
großen Reiches zu werden.
Eines Tages, in seinem 29.Lebensjahr, wurde ihm die Leere seines bisherigen
Lebens bewusst. Er verzichtete nun auf Luxus und Geborgenheit und ging
stattdessen auf die Suche nach Frieden und Erleuchtung. In den nächsten
Jahren übte er Yoga aus und führte ein Leben strengster Armut.
Diesen Weg hatte er sich selbst ausgewählt. Schließlich gab
er jedoch den Weg der Armut auf und wählte den Mittelweg zwischen
Maßlosigkeit und Selbstverleugnung. Als er einmal unter einem
Feigenbaum meditierte, gelang es ihm, verschiedene höhere Bewusstseinsebenen
zu erreichen bis er schließlich die ersehnte Erleuchtung fand.
Sofort nach seiner Erleuchtung zog er von Ort zu Ort um zu predigen.
Er suchte sich Schüler und gründete mit ihnen eine Klostergemeinschaft,
die Sangha genannt wird.
Die Lehre Buddhas
,,Tue Gutes und schade deinen Mitmenschen nicht. Kontrolliere deinen
Geist, dass heißt steigere dich nicht so in deine Gefühle
und Gedanken hinein.’’ Dies sind die Worte Buddhas. Die
Lehre Buddha ist auch anderen zu nützen. Gib bei einem Streit nach,
so nützt es dir und dem anderen. Somit werden auch die Wut-Gedanken
gemildert.
Der Mittelpunkt der Lehre Buddhas ist die Feststellung,
dass das Leben aus Leiden besteht. Es geht darum dieses Leiden zu überwinden.
Auch freudige und positive Gefühle können zu Leiden werden.
Weil man durch die Gefühle in einer Phantasiewelt gefangen wird.
Richtungen des Buddhimus
Mahayana:[Großes Fahrzeug]
Mahâyâna (Sanskrit) ist eine der drei Hauptrichtungen des
Buddhismus (neben Theravada und Vajrayana s.u.).
Der Name bedeutet Großes Fahrzeug und steht für
das Ziel, vielen bzw. allen Menschen den Zugang zum Nirvana, der Erlösung
aus dem Kreislauf des Leidens, zu ermöglichen. Diese Richtung entstand
im Nordwesten oder Süden Indiens um die Zeitenwende, also lange
nach Buddha. Von den Mahâyâna-Anhängern wird die Lehre
aber auf Buddha zurückgeführt. Die Ursache war Unzufriedenheit
mit Lehre und Praxis der ursprünglichen Richtungen, die auf die
Mönchsgemeinschaft und das Ideal des buddhistischen Heiligen ausgerichtet
sind. Mahayana-Gläubige nannten sie abwertend Hînayâna
(Kleines Fahrzeug).
Theravada:[Schule der Ältesten]
Theravâda (Pali: Schule der Ältesten) ist einer der beiden
Hauptzweige des Buddhismus und in Sri Lanka, Burma, Laos, Kambodscha,
Thailand und teilweise auch in Vietnam verbreitet. Die weite Verbreitung
der Schule des Theravâda geht auf die Missionstätigkeit des
indischen Königs Ashoka zurück und führt seine Abstammung
auf jene Klostergemeinde zurück, die zu den ersten Anhängern
Buddhas gehörte und die als kanonische Schrift den in Pali verfassten
"Dreikorb" oder Tipitaka verehren. Das ist die erste große
Zusammenfassung buddhistischer Lehren.
Vajrayana:[Diamantfahrzeug]
Das Vajrayâna wird – neben dem Hinayana und dem Mahayana
– gewöhnlich als die dritte große Hauptrichtung des
Buddhismus bezeichnet. Trotz spezifischer Eigenheiten ist das Vajrayâna
aber dem Mahâyâna zuzuordnen und kann von diesem nicht losgelöst
betrachtet werden.
Die Lehre ist hauptsächlich in Tibet und der Mongolei verbreitet.
Das Vajrayâna ist weniger philosophisch und mehr psychologisch
angelegt. In der Praxis spielen Meditation, Kult und Ritual eine große
Rolle. Es gibt eine Vielzahl transzendenter Wesen (Bodhisattvas, Götter,
Geister und Dämonen), zu denen der Mensch in direkter Beziehung
steht.
Die heute wichtigste Richtung des Vajrayâna ist die Gelugpa,
die »Tugendschule«. Ihr Oberhaupt ist der Dalai Lama.
Buddhistisches Leben
Buddhismus im täglichen Leben
Wichtig für jeden Menschen ist das tägliche rechte
Handeln. Buddhisten sollen den fünf moralischen Prinzipen folgen:
nicht zu töten, nicht zu stehlen, nicht zu lügen,
sich nicht zu berauschen und sich nicht der Leidenschaft hinzugeben.
Zusätzlich können sie ihren religiösen Verdienst
durch rechtes Handeln vergrößern. Die Prinzipien des guten
Handelns sind vor allem:
- Dana: Großzügigkeit
Der Akt des Gebens und die Gabe an sich. Selbst der Arme, der es sich nicht leisten kann, wird geben, um seinen Verdienst zu vergrößern. Dana wird oft mit dem Geben von Almosen verbunden
- Metta: liebevolle Güte
Menschen sollten Hass und Missgunst von sich fern halten. Jeder sollte allen Lebewesen Respekt entgegenbringen. Buddhisten glauben, dass wir in Harmonie mit allen Lebewesen leben sollten. Deswegen sind viele Buddhisten Vegetarier.
- Karuna: Mitleid
Buddha wird oft der “Mitleidsvolle“ genannt. Mitleid bedeutet, das Leiden anderer zu fühlen und nachzuempfinden
Meditation
Das zentrale Mittel zur Erlangung der Erleuchtung und damit die Erlösung
vom Leiden ist im Buddhismus die Meditation. Ein wichtiges Ziel der
Meditation ist es, die Fähigkeit zu erlangen in sich ruhig zu werden.
Einige buddhistische Lehrer sagen, wir sollten die Probleme der Welt
wie Hunger, Krieg, Unterdrückung und Ungerechtigkeit nicht beachten,
sondern nur “üben“. Diese Lehrer haben die Bedeutung
Mahayana (s.o.) nicht wirklich verstanden. Durch das Meditieren soll
man zunächst rücksichtsvoll werden. Das heißt die Probleme
anderer zu verstehen und nicht egoistisch sein. Der nächste Schritt
der Meditation ist in höhere Bewusstseinsebenen zu gelangen und
dadurch Einsicht in die Ursache des Leidens zu bekommen. Dabei stellt
sich automatisch ein großes Mitgefühl anderen Menschen und
auch anderen Lebewesen gegenüber ein. Am Ende steht dann die Erleuchtung
des Menschen und die Erlösung vom Leiden.
Der buddhistische Mönch
Buddhistische Mönche tragen ein orangegelbes oder rotes Gewand
und rasieren sich ihre Haare, um ihre Ergebenheit und ihr Loslassen
zum Ausdruck zu bringen. Sie werden wegen ihres Wissens geehrt, die
Gemeinschaft sorgt für sie indem sie ihnen Essen, Kleidung und
Unterkunft gibt.
Mönche leben Tempelgemeinschaften und sie begleiten viele Veranstaltungen,
die im Tempel stattfinden.
Der
buddhistische Tempel
Die Türen dieser Tempel stehen immer offen und sie dienen
unterschiedlichen Zwecken, insbesondere in den ländlichen Bezirken.
Sie sind religiöse Zentren, Marktplatz und Treffpunkt der Gemeinde.
Vollmondnächte sind etwas Besonderes für die Buddhisten, da
sie glauben, dass Buddha in einer solchen Nacht geboren wurde, seine
erste Predigt gab und auch starb .
Der Tempel ist weiterhin eine Zuflucht für Alte und Kranke und
kann ebenso auch als Bank dienen, wo Menschen ihre wertvollen Sachen
deponieren.
Zahlen und Fakten
In Deutschland leben in etwa 100.000 deutsche Buddhisten und ca. 120.000
asiatische Buddhisten.
Es gibt keine genauen Zahlen, da es bei Buddhisten keine Meldepflicht
so wie in den christlichen Kirchen gibt. Insgesamt sind uns hier in
Deutschland etwa 550 buddhistische Gruppen bekannt.
Buddhisten gibt es schon seit 480 vor Christus.
In der Welt leben in etwa 350 Millionen Buddhisten.
Die Texte wurden von der Ethik-Gruppe 2003/2004 bei Herrn Lück
nach einer Buch- und Internet-Recherche verfasst.
Dies sind:
Hannah, Konstanze, Hoai-Tu, Felix und Alex (später hinzu kamen
Martin und Lukas).