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Schuljahr 2008/2009
...groß und glücklich wäre der Meister, der alle seine
Schüler größer machen könnte als er selbst war.

(J.G.Fichte)


Über mich...

Geboren wurde ich am 24.10.1968 in Kassel.

Den Großteil meiner Kindheit und Jugend verbrachte ich im idyllischen Sauerland. Zur Schule ging ich am Gymnasium Petrinum in Brilon und belegte in der Oberstufe die Leistungskurse Mathematik und Physik. Gerade der Physik-LK war für mich etwas besonderes, ging ich doch nun tatsächlich das erste mal gerne zur Schule. Eine ganz neue Erfahrung. Wie großartig die Ausbildung dank unseres Lehrers war, lässt sich vielleicht daran erkennen, dass von den 12 Teilnehmern über die Hälfte ein technisches Studium abschlossen und mindestens drei Physik-Doktoren daraus hervor gingen. Danke Helmut!

Von dort zog ich 1990 aus in die "große weite Welt" - na ja... zumindest ins "große weite Deutschland".

Den ersten Teil meines Studiums (Physik auf Diplom) absolvierte ich von 1990 bis 1992 an der Philips-Universität in Marburg an der Lahn. Anschließend wechselte ich zur Universität Bayreuth und schloss dort 1996 das Hauptstudium mit dem ersten Staatsexamen für die Fächer Mathematik und Physik am Gymnasium ab.

In den darauf folgenden Jahren von 1997 bis 2001 arbeitete ich in der Arbeitsgruppe von Dr. J. Peinke in Bayreuth, Erlangen und Oldenburg auf dem Gebiet der statistischen Analyse turbulenter Strömungen, einem faszinierenden Gebiet, das trotz seiner alltäglichen Präsenz (z.B. Kaffeetasse) noch viele offene grundlegende Fragen beinhaltet. Im Jahre 2001 promovierte ich schließlich an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg auf diesem Gebiet mit der Arbeit "Turbulente Nachlaufströmungen - Skalenaufgelöste Experimente und statistische Analysen".

Darauf folgten, zumindest beruflich gesehen, die düstersten Jahre meines Lebens. Um schließlich an Gymnasien unterrichten zu dürfen, muss ein junger Mensch sich noch einer besonderen Prozedur unterwerfen, dem so genannten Referendariat. Von "besonderen" Lehrern, die ihre Arbeit besonders gut können sollen, wird man dabei in zwei Jahren unterwiesen, wie man zu unterrichten hat. Kurzum, es war ein Trauerspiel, besonders für einen selbstständigen Menschen mit einem schülerorientierten, mitdenkenden und progressivem Geist. Nun denn, ich überstand die Zeit und bestand die Initiationsprüfung, das zweite Staatsexamen, in Bamberg schließlich im Jahre 2002.

Als frischgebackener Lehrer suchte ich nun eine Stelle, an der ich nun endlich selbstständig unterrichten konnte. Dabei machte ich zunächst mit den überbürokratisierten Schulbehörden in Bayern Bekanntschaft, die einem nicht einmal zugestehen sich ordentlich zu bewerben. Man glaubt es kaum. Im 21. Jahrhundert, in einem demokratischen freiheitlichen Land weist einem das Staatsministerium irgendwo eine Stelle in seinem Hoheitsgebiet zu und droht auch noch, falls man diese Gnädigkeit nicht annimmt. Nun denn... ich bewarb mich an "Nichtstaatsschulen" und Schulen außerhalb Bayerns und nahm schließlich eine Stelle am Franken-Landschulheim Schloß Gaibach an. Dort unterrichte ich nun seit Sommer 2002 und versuche im Rahmen von Unterricht und AGs meine Schüler in die Geheimnisse von Mathematik und Physik einzuweihen, ihnen die Grundlagen der Informatik beizubringen und mit ihnen im Fach Ethik über aktuelle Probleme und grundlegnde Fragen des Menschseins zu diskutieren.

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